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Ayurvedische Ernährungslehre

Die ayurvedische Ernährungslehre ist ein Teil einer auf über 4000 Jahre alten Traditionen beruhende Lehre indischen Ursprungs, dem Ayurveda. In den 1980-er Jahren wurde diese Ernährungsform auch in Europa und den USA bekannt.  Es handelt sich um eine vorwiegend lakto-vegetarische Ernährung. Es werden jedoch keine strengen Vorschriften vorgesetzt, sondern lediglich Empfehlungen ausgesprochen.

Das Essen wird immer individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse eines Menschen abgestimmt.

In der ayurvedischen Ernährung unterscheidet man 6 Geschmacksrichtungen (Rasa): süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb. Man sollte täglich alle 6 Geschmacksrichtungen zu sich nehmen.

 

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Dosha

Drei Lebensenergien, auch Doshas genannt, bestimmen die physischen und psychischen Abläufe im menschlichen Körper. Sie werden als Vata, Pitta und Kapha bezeichnet und jeder Mensch hat eine ganz individuelle Kombination. Werden diese Energien in ihrer ursprünglichen Verteilung gestört, führe dies zu Unwohlsein und Krankheit. Zu Aufrechterhaltung dieser ursprünglichen Dosha-Verteilung soll die richtige Ernährung beitragen.

Diese wird nach dem Geschmack und den physikalischen Eigenschaften ausgewählt.

Menschen, bei denen in der Konstitution Vata überwiegt, sind meistens schlank und beweglich, etwas unruhig und viel in Bewegung. Sie neigen zu trockener Haut und Falten und frieren häufig. Da sie zu Verdauungsstörungen neigen, sollen sie eher leicht verdauliche, warme Speisen, die etwas Fett enthalten, zu sich nehmen. Suppen, Brühen, eingeweichtes Trockenobst und leicht verdauliches Gemüse, wie Fenchel, werden empfohlen. Die bevorzugten Geschmacksrichtungen sollten salzig, sauer und süß sein. Gemieden werden sollten trockene Nahrung, zu viel Rohkost sowie bitteres Gemüse.

Pitta-Typen haben in der Regel einen athletischen Körperbau. Für sie sind kühle, aber auch warme, leichte Speisen mit süßem, herbem oder bitterem Geschmack am besten geeignet.

Personen, bei denen Kapha am stärksten ausgeprägt ist, sind kräftig gebaut, sehr gelassen und verfügen über große Ausdauer und Muskelkraft. Warme, mäßig gegarte und leichte Speisen mit scharfem, bitterem oder herbem Geschmack sowie viel Obst und rohes Gemüse werden empfohlen.

 

Ernährungsregeln

Für alle Konstitutionstypen im Ayurveda gelten jedoch einheitliche Empfehlungen für die Zubereitung und Einnahme der Speisen. Es sollte nur bei Hunger gegessen werden. Möglichst immer zur selben Tageszeit in einer ruhigen Atmosphäre. Die Speisen sollten ausgewogen sein und schmackhaft zubereitet werden. Hierfür werden möglichst frische, naturbelassene sowie saisonale und regionale Produkte verwendet. Die Nahrung gründlich kauen. Zu den Mahlzeiten schluckweise heißes Wasser trinken.

Mittags gibt es eine Hauptmahlzeit, denn zu dieser Zeit sei das Verdauungsfeuer am größten. Vorzugsweise nach der Mittagsmahlzeit trinkt man Lassie, ein Joghurtgetränk, das je nach Zubereitung naturbelassen, salzig oder süß schmeckt. Abends sollte nur leichte Kost gegessen werden. Sauermilchprodukte, Rohkost und tierisches Eiweiß sind abends zu meiden.

Weitestgehend verzichten sollte man generell auf Genussmittel, wie Kaffee , Alkohol und Süsses, wie Schokolade und kohlensäurehaltige Getränke. Aufgewärmte Speisen, Fertiggerichte, Konserven, Tiefkühlkost, genmanipulierte Nahrung sowie Zubereitung in der Mikrowelle werden abgelehnt.

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Fazit

Die frische, fettarme und abwechslungsreiche Kost der ayurvedischen Ernährungslehre ist durchaus empfehlenswert, auch wenn deren Heil- oder Präventionswirkung auf Krankheiten wissenschaftlich nicht nachweisbar ist. Bei sorgfältiger Auswahl der Lebensmittel aenn diese Ernährung einem gesunden Erwachsenen die erforderlichen Nährstoffe liefern.

Unter Umständen kann es jedoch zu einem Mangel an Vitamin D und B-Vitaminen kommen. Vor allem Personen mit einem erhöhten Nährstoffbedarf, wie Schwangeren, Kindern oder Älteren ist von dieser Ernährung als Dauerkost abzuraten.

 

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