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Cholesterin

Das Cholesterin ist eine fettähnliche, lebensnotwendige Substanz, welche in allen menschlichen Geweben vorkommt. Unsere Leber kann täglich etwa 1000 mg Cholesterin selbst herstellen. Zusätzlich wird Cholesterin nur bei Zufuhr von tierischen Nahrungsmitteln aufgenommen, da pflanzliche Nahrungsmittel keines enthalten. Bei einer durchschnittlichen Ernährung werden täglich etwa 300 bis 500 mg aufgenommen. Bei gesunden Menschen ist eine starke Überladung durch die Nahrung kaum möglich, da unser Darm nur eine begrenzte Menge an Cholesterin resorbieren kann. Bei erhöhter Cholesterinzufuhr über die Ernährung wird regulierend die Eigenproduktion in der Leber reduziert.

Ein gestörter Fettstoffwechsel kann zu einem Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut führen. Dies begünstigt Arteriosklerose und somit die Entstehung von Durchblutungsstörungen, Herzinfarkten und Schlaganfällen. Ein Cholesterinspiegel von 150 bis 200 mg % gilt als normal. Bereits bei einer Erhöhung auf 260 mg % verdreifacht sich das Arterioskleroserisiko. Liegen gleichzeitig noch weitere Risikofaktoren wie Diabetes, erhöhter Blutzucker oder Rauchen vor, erhöht sich das Arterioskleroserisiko um ein Vielfaches.

 

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Funktion im menschlichen Körper

Cholesterin dient als Baustoff beim Aufbau von Zellmembranen. Es wird für die Bildung von Vitamin D und Gallensäuren benötigt und ist auch für die Herstellung verschiedener  Hormone (Sexualhormone, Kortikoide) nötig.

Oxidiertes Cholesterin

Studien zufolge ist für die Entstehung von Arteriosklerose weniger die reine Höhe des Cholesterinspiegels entscheidend, als vielmehr die Oxidation dieses Cholesterins. Bereits geringste Mengen oxidiertes Cholesterin führen zu Schäden an den Arterieninnenwänden. Das Risiko einer Oxidation steigt mit der Höhe des Cholesterinspiegels. Je höher der Anteil an LDL und VLDL Cholesterin, je größer das Oxidationsrisiko.

Eine Zufuhr von oxidiertem Cholesterin über die Ernährung sollte daher, so weit es geht, vermieden werden.  Zu den Nahrungsmitteln mit einem hohen Anteil an oxidiertem Cholesterin zählen Vollei- und Vollmilchpulver, geriebene Käsesorten, Gebäcke mit Butter und Milch, sowie cholesterinreiche Nahrungsmittel, welche lange der Luft ausgesetzt waren.

 

weitere Artikel zum Cholesterin:

- Was ist Cholesterin?
- der Cholesterinspiegel
- Erkrankungen durch hohe Cholesterinwerte
- Cholesterinspiegel senken
- Cholesterin senkende Ernährung

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Cholesterin muss an spezielle Lipoproteine gebunden werden, damit es über das Blut transportiert werden kann. Diese Lipoproteine entscheiden darüber, ob es sich um “gutes” oder “schlechtes” Cholesterin handelt.

LDL / VLDL Cholesterin - das “Schlechte”

Low-density Lipoproteins und Very-low-density Lipoproteins versorgen sämtliche Körperzellen mit Cholesterin. Wenn zuviel Cholesterin mit den VLDL und LDL transportiert werden muss, lagert es sich in den Arterieninnenwänden ab und führt zu Arteriosklerose. Daher wird es auch als “schlechtes” Cholesterin bezeichnet.

HDL Cholesterin - das “Gute”

High-density Lipoproteins können den Low-density Lipoproteins Cholesterin abnehmen und es auch aus den Arterienwänden wieder herauslösen. Da auf diese Weise Arteriosklerose vorgebeugt wird, bezeichnet man das HDL Cholesterin als “gutes” Cholesterin. Ein normales Körpergewicht und regelmäßiger Sport fördern die Bildung von HDL Cholesterin.

Gleiches gilt für die Auswahl der Nahrungsfette. Fette und Öle mit einem hohen Anteil einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind zu bevorzugen. Sie begünstigen ebenfalls die Bildung von HDL Cholesterin.