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Nahrungsmittel - Getreide

Getreide ist wegen seiner individuellen Nährstoffzusammensetzung Hauptnahrungsquelle und bedeutender Energielieferant in der täglichen Ernährung. Es wird in sieben Getreidearten unterteilt: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Mais und Hirse.

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Inhaltsstoffe

Getreide enthält vor allem Kohlenhydrate in Form von Stärke und Ballaststoffe. Darüber hinaus Wasser, Eiweiß, etwas Fett, sowie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Der Nährstoffgehalt ist stark von der Getreideart und dem Boden, auf dem es angebaut wird, abhängig. So liefern Roggen, Hafer und Hirse das meiste Eisen. Reis hat den höchsten Stärkegehalt, Hafer das meiste Fett und Mais viel Vitamin E.

Ein Getreidekorn besteht aus Keimling, Mehlkörper und Schale. Der Keimling ist reich an Nährstoffen, wie Eiweiß mit einem hohen Aminosäurengehalt, Fett mit vor allem ungesättigten Fettsäuren, Lecithin, sowie Vitaminen und Mineralstoffen. Das Nährgewebe für den Keimling ist der Mehlkörper. Er bildet die kohlenhydratreiche Hauptmasse eines Korns und besteht aus Stärkekörnern mit Eiweißbestandteilen dazwischen.  Den Mehlkörper ummantelt die Randschicht. Sie unterteilt sich in Frucht-, Samen- und Aleuronschale. Innen am Mehlkörper liegt die Aleuronschale an. Sie ist sehr eiweiß- und fetthaltig und enthält viele wichtige Vitamine und Enzyme. Darüber befindet sich die eiweiß- und mineralstoffhaltige Samenschale. Und ganz außen bildet die mineralstoff- und ballaststoffreiche Fruchtschale die Oberhaut.

 

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Getreideprodukte

Nach der Ernte wird das Getreide gereinigt und kühl und trocken gelagert. Die Getreidekörner werden zu Mehl, Flocken, Grieß, Grütze oder Graupen verarbeitet, woraus dann zahlreiche Getreideerzeugnisse, wie beispielsweise Brot, Nudeln, Cornflakes oder Backwaren hergestellt werden. Gerste und Roggen werden in der Brauerei zu Bier oder Schnaps verarbeitet, Weizen, Roggen und Gerste für die Herstellung von Kaffeeersatz genutzt und aus den Getreidekeimlingen werden wertvolle Keimöle gewonnen.

Aber auch für Tiere stellt Getreide die bedeutendste Nahrungsgrundlage dar. Über die Hälfte des Getreideanbaus in Deutschland wird als Viehfutter verwendet.

Es gibt Vollkornprodukte, bei denen das gesamte Korn inklusive Randschicht verarbeitet wird und Mehlkörperprodukte, wie Weißmehl oder polierter Reis, die hauptsächlich aus dem Mehlkörper des Getreidekorns bestehen. Da jedoch der größte Teil der Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in der Randschicht enthalten ist, sollte man Vollkornprodukten den Vorrang geben. Sie sind vollwertiger und halten in der Regel auch länger satt.

Biologischer Anbau

Gesundheits- und umweltbewusste Konsumenten greifen zunehmend auf Produkte aus biologischem Anbau zurück. Diese landwirtschaftlichen Betriebe versuchen, den Verbrauch an nicht erneuerbaren Energien und Rohstoffen möglichst gering zu halten, Bodenorganismen bei der Bodenbearbeitung zu schonen und auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel weitgehend zu verzichten.

Häufig sind die landwirtschaftlichen Betriebe, die nach diesen Prinzipien wirtschaften, in Anbauverbänden zusammengeschlossen. Halten sie sich an die entsprechenden Richtlinien, dürfen ihre Produkte das Siegel dieser Verbände tragen. Wegen des arbeitsintensiveren Anbaus und der geringeren Ernteerträge sind Produkte aus biologischem Landbau teurer als aus konventionellem. Jedoch sind sie weniger schadstoffbelastet, enthalten keine Pestizidrückstände und leisten außerdem noch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. 

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Glutenunverträglichkeit

Es gibt Personen, die auf das Getreideeiweiß Gluten allergisch reagieren. Diese chronische Erkrankung des Dünndarms, als Zöliakie bezeichnet, geht mit Bauchschmerzen und starkem Durchfall einher. Die einzige Behandlungsmöglichkeit ist eine lebenslange, glutenfreie Ernährung.