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Kaffee gehört zu den Genussmitteln und ist weltweit beliebt. Es handelt sich hierbei um ein meist heißes Getränk, bei dem geröstete und gemahlene Kaffeebohnen mit heißem Wasser übergossen werden. Kaffebohnen sind die in den kirschenähnlichen Steinfrüchten  enthaltenen Samen des Kaffeestrauches.

Kaffeesorten

Bis zu 75% der Weltproduktion deckt der Arabische Kaffee, Coffea arabica. Ursprünglich stammte dieser aus Äthopien, wird heutzutage jedoch auch in Basilien, Kolumbien oder Kenia angebaut. Etwas ertragreicher und widerstandsfähiger als die Arabica-Sorten ist der Robusta-Kaffee, Coffea canephora.  Er wird vorwiegend in Afrika, Indonesien und Indien kultiviert. Liberia-Kaffee, Coffea liberica, hat aufgrund seiner minderwertigen Qualität und der problematischen Kultivierung nur eine geringe wirtschaftliche Bedeutung. Er wird in Liberia, Indonesien, Vietnam und Sierra Leone angebaut.

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Wirkung

Kaffee kurbelt den gesamten Stoffwechsel an. Der wichtigste Wirkstoff, den die gerösteten Kaffeesamen enthalten, ist das Koffein. In kleinen Mengen wirkt es vor allem auf das Nervensystem und den Kreislauf. Die Blutgefäße werden erweitert, der Herzschlag erhöht, die Atmung beschleunigt und die Durchblutung verbessert.

Kaffee wirkt anregend und steigert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Durch die vermehrte Ausschüttung von Adrenalin und Dopamin und die damit verbundene Erweiterung der Hirngefäße nimmt die Konzentration und Aufmerksamkeit zu. Koffein blockiert die Wirkung des Botenstoffes Adenosin und kann dadurch die Müdigkeit verringern und munter machen. Des Weiteren wirkt Kaffee harntreibend und leicht abführend.

 

Negative Gesundheitseffekte

Kaffee und vor allem das darin enthaltene Koffein können abhängig machen. Bei Entzug kann es in den ersten Tagen zu Kopfschmerzen kommen, die jedoch danach wieder verschwinden. Bei Migränepatienten kann Kaffeeentzug unter Umständen einen Migräneanfall auslösen.

In größeren Mengen kann Koffein zu innerer Unruhe, Herzklopfen und Schlafstörungen führen. Regelmäßiger zu hoher Konsum kann gesundheitliche Folgen haben.  Vor allem bei ungefiltertem (koffeinfreiem) Kaffee kann sich der LDL-Cholesterinspiegel erhöhen. Durch die erhöhte Ausscheidung von Kalzium im Harn kann sich bei zu geringer Kalziumzufuhr das Osteoporoserisiko erhöhen. Vorbeugend kann der Kaffee mit Milch getrunken werden. Bei empfindlichen Menschen kann Kaffee den Rückfluss von Magensäure  fördern, allgemein bekannt als Sodbrennen.

Positive Gesundheitseffekte

Kaffee hat jedoch auch eine Vielzahl von positiven Effekten für die Gesundheit. Die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien können Krebs, vor allem Nieren-, Blasen-, Dickdarm- und Brustkrebs, vorbeugen. Des Weiteren soll regelmäßiger Kaffeekonsum, das Risiko für chronische Lebererkrankungen und Diabetes mellitus Typ II reduzieren sowie die Entstehung und den Verlauf von Parkinson und Alzheimer verzögern.

Durch die Gefäßerweiterung kann Kaffee in Kürze gegen Kopfschmerzen helfen. Er regt Magen und Darm an und fördert so die Verdauung. Das im Kaffee enthaltene Koffein sorgt durch seine Anregung des Stoffwechsels dafür, dass mehr Kalorien verbrannt werden. 

 

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Herstellung und Zubereitung

Die rohen Kaffeebohnen werden nach der Ernte in der nassen oder trockenen Aufbereitung von Fruchtfleisch, Hornschale und Silberhäutchen befreit und getrocknet. Durch die Röstung der Bohnen bei 200 – 220   °C erhält der Kaffee sein charakteristisches Aroma. Je nach Zubereitungsart werden die Bohnen in verschiedene Feinheitsgrade gemahlen. Das Kaffeepulver kann mit oder ohne Filtertüte mit heißem Wasser aufgegossen werden. Die Zubereitung kann sich je nach Art des Kaffees, Espresso, Cappuccino, Mokka, löslicher Kaffee, unterscheiden.

 

Empfehlung

Wie mit allen Genussmitteln sollte man auch Kaffee mäßig verzehren. Der Konsum sollte auf maximal 5 Tassen pro Tag eingeschränkt werden. Besser in kleineren Mengen über den Tag verteilt, als eine große Portion am Morgen. Abends ist Vorsicht geboten, da es wegen der Halbwertszeit von 4 Stunden zu Einschlafschwierigkeiten kommen kann.

Schwangere und Stillende sollten den Kaffeekonsum auf 1 - 2 Tassen pro Tag beschränken. Herz- und Blutdruckpatienten sollten den Konsum besser mit dem behandelnden Arzt absprechen. Personen mit Magengeschwüren verzichten besser auf Kaffee.