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Makrobiotik

Die Makrobiotik hat ihren Ursprung in der Lehre des chinesischen Zen-Buddhismus. Diese weltanschaulich begründete Lebensweise vertritt die Ansicht, dass ein gesunder Mensch alle essenziellen Nährstoffe durch Transformation selbst bilden kann und dass durch optimale Ernährung und philosophische Lebensweise das Leben verlängert werden kann.

Begründer

Die moderne Makrobiotik wurde von dem japanischen Militärmediziner Sagen Ishizuka Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Sie sollte die traditionelle fernöstliche Philosophie mit den westlichen Naturwissenschaften verbinden. Der Japaner Georges Ohsawa entwickelte die makrobiotische  Ernährungslehre weiter und  machte sie vor allem in Japan, Europa und den USA bekannt.

 

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Makrobiotische Empfehlungen

Es handelt sich bei der makrobiotischen Ernährung um eine vorwiegend vegetarische Ernährungsweise. Das bedeutet die Pflanzenkost ist zu bevorzugen. Getreide aus vollem Korn ist der wichtigste Bestandteil. Diese wird mit Gemüse und Hülsenfrüchten ergänzt, seltener auch mit Obst oder Fisch.

Tierische Lebensmittel sollten aus ökologisch-ökonomischer Überlegung nur selten gegessen werden. Sie werden jedoch nicht prinzipiell abgelehnt, da der Mensch durch sein Gebiss von Natur aus in der Lage ist, tierische Nahrung zu verzehren.

Gemieden werden sollen Genussmittel, wie Alkohol oder Kaffee, aber auch Milchprodukte, Zucker, Tiefkühlkost und Konserven.

Es wird empfohlen so wenig wie möglich zu trinken und nur wenn man durstig ist. Es sollte nicht mehr Flüssigkeit aufgenommen werden, als für die Erhaltung der Körperfunktionen unbedingt notwendig.

Regionale und saisonale, möglichst naturbelasse Lebensmittel aus alternativem Landbau werden zumeist nicht roh, sondern schonend gegart verzehrt. Die Verwendung von Kunstdünger, Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln wird strikt abgelehnt.

Eine ausgewogene, makrobiotische Ernährung führe zu einem ausgeglichenen Zustand des Qi, der Lebensenergie, im Körper. Lebensmittel werden nach ihrer angeblichen energetischen Eigenschaft und ihren Inhaltsstoffen in Yin und Yan eingeteilt. Im Getreide sei das optimale Verhältnis von Yin und Yan zu finden. Aus diesem Grunde ist es auch das Hauptnahrungsmittel, vor allem Reis.

 

Fazit

Die Makrobiotik widerspricht anerkannten medizinischen und ernährungswissenschaftlichen Kenntnissen. Zwar sind der hohe Anteil an pflanzlicher Kost und der geringe Fettanteil durchaus positiv zu bewerten, die streng traditionelle Form dieser Ernährungsweise kann jedoch zur gravierenden Unterversorgung mit Energie und lebenswichtigen Nährstoffen führen. Vor allem ist mit einem Mangel an Aminosäuren, Vitamin D, C, B2 und B12 sowie Phosphat und Kalzium zu rechnen. Bei Kindern können durch diese Ernährung Anzeichen von Skorbut und Rachitis auftreten.

Sehr negativ ist die geringe Flüssigkeitszufuhr zu bewerten. Es gibt viele Menschen, die ein schwach ausgebildetes Durstempfinden haben. Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr führt unweigerlich zu Kreislaufproblemen und auf Dauer zu starken Beeinträchtigungen der Nierenfunktion.

Auch viele andere Thesen, beispielsweise, dass der menschliche Organismus Vitamin C selbst herstellt, ein hoher Salzverzehr nicht schädlich sei oder schimmelige Lebensmittel bedenkenlos verzehrt werden können, sind durchaus bedenklich und zwischenzeitlich wissenschaftlich widerlegt.

In den USA wurde die streng makrobiotische Ernährung bereits als Gefahr für die Volksgesundheit eingestuft, da es auf Grund der Ablehnung medizinischer Behandlung bereits zu Todesfällen gekommen ist.



 

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Einteilung der Makrobiotik

Ohsawa unterschied zehn Ernährungsstufen von -3 bis 7. Stufe Nr. 7 hat die höchste Wertigkeit und besteht ausschließlich aus Getreide. Mit dieser Stufe solle man bei der Umstellung auf Makrobiotik beginnen.

Die darunterliegenden Stufen, in denen der Getreideanteil dann zu Gunsten von Gemüse, Suppen, tierischen Eiweißen, Salaten und Früchten oder auch teilweise Süßem stufenweise abnimmt, sind laut Ohsawa auch als dauerhafte Ernährung geeignet. 

 

Medizin

Nach der Lehre der Makrobiotik würden alle Erkrankungen durch das Ungleichgewicht zwischen Yin und Yan verursacht und wären durch strikte Ernährungsumstellung und die richtige Lebenshaltung heilbar. Ärztliche Behandlung und medikamentöse Behandlung werden ausdrücklich abgelehnt.