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Mazdaznan-Ernährung

Diese alternative Ernährungsform beruht auf den Thesen des persischen Propheten Zarathustra (etwa 600 v.Chr.). Die Grundpfeiler seiner Lebenslehre sind Atmung und Ernährung. Atemübungen, Meditation und eine maßvolle Lebensführung waren ebenso wichtig, wie eine natürliche Nahrungsauswahl. In Europa wurde die Mazdaznan-Lehre Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt.

Die Ernährung wird als Schöpfungsprozess angesehen. Die prinzipielle Frage ist nicht mit wie viel, sondern mit wie wenig Nahrung, es möglich ist, gesund zu leben. Denn Essen und Genusssucht werden in dieser Lehre als negativ angesehen.

 

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Empfehlung

Diese Ernährungsform ist vorwiegend ovo-lakto-vegetarisch, das bedeutet es wird in erster Linie Pflanzenkost empfohlen mit einem gewissen Anteil an Milch und Milchprodukten sowie Eiern. Hauptlebensmittel sind schonend gegartes Gemüse (etwa 2/3 des täglichen Bedarfs sollten dadurch gedeckt werden) und Vollkorngetreide.

Reine Rohkost wird abgelehnt, da das Garen der Nahrung als Zivilisationseroberung und Beherrschung der Natur angesehen wird. Das Gemüse sollte gegart, gedünstet oder gebraten werden, nicht jedoch gekocht. Vorzugsweise werden frische, saisonale Produkte verarbeitet. Konservierte Lebensmittel  werden abgelehnt. Es sollte darauf geachtet werden, dass Eiweiß und Kohlenhydrate getrennt voneinander verzehrt werden.

Es wird vor allem destilliertes Wasser getrunken, jedoch nicht zu den Mahlzeiten, sondern dazwischen. Weißmehl und Zucker sollten weitestgehend gemieden werden. Wein, Bier, Kaffee und schwarzer Tee werden in geringen Mengen akzeptiert. Fleisch gilt als unverdaulich und unrein und der Verzehr wird ausdrücklich abgelehnt.

Als Muttermilchersatz dient in der Säuglingsnahrung Kuh- oder Ziegenmilch mit destilliertem Wasser vermischt.

 

Fazit

Diese Ernährungsform ist abwechslungsreich und ballaststoffreich. Durch das maßvolle Essen und dem Nahrungsschwerpunkt Gemüse ist sie sehr kalorien- und fettarm. Bei entsprechender Lebensmittelauswahl, auch in Hinblick auf den glykämischen Index, ist für einen gesunden Erwachsenen eine bedarfsdeckende Ernährung möglich. Wählt man die Lebensmittel jedoch nicht mit Bedacht, kann es auf Grund des Fleischverzichts zu einem Mangel an Eisen, Jod und Vitamin B12 kommen.

Wissenschaftlich nicht nachweisbar sind die philosophischen Ideen sowie Thesen, wie diese dass eiweiß- und kohlenhydratreiche Lebensmittel nicht gemeinsam verzehrt werden dürfen.

Das Hauptgetränk destilliertes Wasser ist kritisch anzusehen, da es keinerlei Mineralstoffe enthält.

Die Empfehlung für Babynahrung ist strikt abzulehnen und gesundheitlich bedenklich, da verdünnte Kuh- oder Ziegenmilch nicht bedarfsdeckend ist und zu einer schwere Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen führen kann.

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Persönlichkeitstypen

Die Kost ist individuell verschieden und richtet sich nach dem jeweiligen Persönlichkeitstypen.

Der materielle Typ sollte vor allem regionales Obst, Salat sowie Getreide – roh oder gekocht – zu sich nehmen. Dem intellektuellen Typ werden gekochtes Getreide, gebackenes Gemüse sowie tropische Früchte empfohlen. Milchprodukte und Eier sollten eher gemieden werden. Die Nahrungsauswahl beim spirituellen Typ ist am stärksten eingeschränkt, da er die beste Möglichkeit hat, die höchste Stufe der Mazdaznan-Lehre zu erreichen. Er sollte weitestgehend auf jegliche Milchprodukte verzichten und sich hauptsächlich von gedünstetem oder gebackenem Gemüse, rohem Getreide und Obst (mit Samen) ernähren.

Der Rhythmus der Nahrung wird durch Tages- und Jahreszeiten bestimmt. So gelten morgens und nachmittags als Ausscheidungszeiten, zu denen keine Nahrung aufgenommen werden sollte. Vorzugsweise wird auf Früchte der Saison zurückgegriffen, dadurch passt sich die Ernährung dem Rhythmus der Jahreszeiten an. 

 

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