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Rohkosternährung

Rohkost im Allgemeinen sind sämtliche Lebensmittel, die ohne vorherige Hitzebehandlung, wie Kochen oder Braten, verzehrt werden. Auch unverarbeitete, naturbelassene Nahrung wird als Rohkost bezeichnet. Eine feste Definition, welche Lebensmittel alle dazu gehören, gibt es bisher nicht. In den einzelnen Ernährungslehren sind ganz unterschiedliche Ansichten über den Begriff Rohkost zu finden.

In erster Linie gehören zur Rohkost vegetarische Lebensmittel, wie Gemüse, Obst, Früchte, Hülsenfrüchte, Kräuter, Pilze, Getreide, Algen und Nüsse.

Aber auch manche tierischen Produkte  lassen sich roh verzehren, wie bestimmte Fleischsorten, beispielsweise Tatar, Schinken und Carpaccio. Meerestiere und frischer Fisch, wie Lachs, Hering, Seeteufel oder Makrele, können roh sehr schmackhaft sein. Und auch Eier und Honig können im Rohkost bzw. naturbelassene Nahrungsmittel darstellen.

Rohkost ist reich an Vitaminen, Ballaststoffen, Enzymen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Es ist sehr kalorienarm, von einigen Obstsorten mal abgesehen, und sättigt nachhaltig. Ein Teil der empfohlenen Tagesdosis an Obst und Gemüse, 5 Portionen über den Tag verteilt, sollte roh verzehrt werden, denn durch Weiterverarbeitung, wie Erhitzen, gehen wertvolle Nährstoffe, wie hitzeempfindliche oder wasserlösliche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente verloren.

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Ernährung mit Rohkost

Es gibt Anhänger, die die Meinung vertreten, dass der Mensch von Natur aus ein reiner Rohköstler ist und viele Zivilisationskrankheiten durch die Behandlung der Lebensmittel entstehen. Sie ernähren sich ausschließlich von Nahrungsmittel, die nicht hitzebehandelt wurden.

Die bekanntesten Rohkost-Ernährungsformen sind wohl vegetarisch und vegan. Es werden in erster Linie Obst Gemüse, Kräuter, Getreide, Pilze und Nüsse gegessen, wobei diese niemals mit Hitze behandelt werden dürfen. Bei der vegetarischen Ernährung dürfen außerdem Eier und Rohmilch- und Rohmilchprodukte verzehrt werden. Es gibt jedoch auch zahlreiche Abwandlungen der Rohkosternährung. In manchen Lehren wird Wert auf die Urkost, wie Wildkräuter und Wildgemüse gelegt, andere schwören auf erhöhten Verzehr von Früchten und wieder andere Vertrauen auf ihre Instinkte. Sie essen jegliche, naturbelassene Nahrung, die gut riecht und schmeckt.

 

Tipps

Beim Kauf, der Zubereitung und dem Verzehr von Rohkost sollten einige Regeln beachtet werden, um das Übertragungsrisiko von Krankheiten möglichst gering zu halten.

Kaufen Sie möglichst regionales und saisonales Obst und Gemüse für die Ernährung. Frisch sollte es aussehen und einen aromatischen Duft haben. Von Obst und Gemüse mit verwelkten oder vergilbten Blättern, verholzten Wurzeln oder braunen Stellen sollte man besser die Finger lassen.

Wenn Fisch roh gegessen werden soll, muss er unbedingt ganz frisch sein. Das erkennt man gut an glänzender Haut, festem Fleisch, glatten Schuppen, leicht vorstehenden Augen und dem Geruch. Denn frischer Fisch riecht in der Regel nicht nach Fisch, sondern nach Meer. Er muss bis zum Verzehr durchgehend gut gekühlt werden.

Rohes Obst und Gemüse sollte kurz vor dem Verzehr gründlich gewachsen werden. Man sollte jedoch vermeiden es zu lange im Wasser liegen zu lassen, da sonst wertvolle, wasserlösliche Vitamine herausgelöst werden. Da sich in bzw. direkt unter der Schale von Obst und Gemüse eine Vielzahl von Nährstoffen befindet, sollte die Schale möglichst mitgegessen werden. Dafür muss sie jedoch gründlich geschrubbt werden. Bei besonders harten oder ungenießbaren Schalen sollte man so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich entfernen.

Brettchen, Messen und andere Küchengeräte nach dem Gebrauch gründlich reinigen, damit keine Keime auf andere Lebensmittel übertragen werden.

 

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Kritik an der Rohkosternährung

Es gibt jedoch auch Lebensmittel, die durch Kochen überhaupt erst genießbar bzw. bekömmlicher gemacht werden. Hierzu zählen u.a. Kartoffel, Reis und Hülsenfrüchte. Auch von manchen Pilzarten sollte man roh nicht verzehren.

In Fleisch und Fisch können krankheiterregende Keime, Bakterien und Parasiten durch das Garen abgetötet werden.

Bei Früchten mit hohem Säuregehalt, wie beispielsweisen Zitrusfrüchten, kann ein zu hoher Konsum über einen langen Zeitraum hinweg den Zahnschmelz angreifen und zu Zahnerkrankungen führen.

Als langzeitige Dauerkostform eignet sich die reine Rohkosternährung nicht. Denn sie kann zu starken Mangelerscheinungen führen. Vor allem für Babys, Kleinkinder und alte Menschen ist diese Form der Ernährung gesundheitsgefährdend.