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Der Säuren-Basen-Haushalt

Das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen

Schon kleinere Abweichungen des regulär vorliegenden pH-Wertes können den Aufbau vieler biologisch wichtiger Stoffe wie Hormone und Enzyme so verändern, das deren Eigenschaften & Funktionsweise beeinträchtigt wird. Stärkere Schwankungen bedingen den Funktionsverlust und führen damit zum Tod. Eine sehr ungesunde Ernährung, bestimmte Krankheiten und auch einige Arzneimittel können die Regulationsmechanismen zum Ausgleich des Säuren-Basen-Haushalts überfordern. Dies führt dann zu Verschiebungen des pH-Wertes.

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Zur Beurteilung des Säuren-Basen-Haushaltes wird der pH-Wert des Blutes herangezogen. Bei einem Wert von 7,45 und mehr liegt ein Überschuss an Basen, eine Alkalose, vor. Eine Übersäuerung, Azidose, ist ab einem Abfall des des pH-Wertes im Blut auf 7,35 oder darunter gegeben. Eine Entgleisung des Stoffwechsels mit Todesfolge ist bei pH-Werten im Blut von unter 6,8 beziehungsweise über 7,8 gegeben.

 

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Der Einfluss der Ernährung auf den Säuren-Basen-Haushalt

Unserer Nahrungsmittel sind aus verschiedenen chemischen Bestandteilen aufgebaut. Damit haben sie einen unterschiedlichen Einfluss auf den Säuren-Basen-Haushalt. Die Nahrungsmittel können in saure, neutrale und basische unterteilt werden. Diese Einteilung ist jedoch nicht mit der Wirkung auf den Säuren-Basen-Haushalt gleichzusetzen. Hierüber entscheiden die Stoffwechselendprodukte der Nahrungsmittel.

Die sauren Aminosäuren wie Aspartat und Glutamat bilden beim Abbau Basen. Gleiches gilt für den Abbau organischer Säuren wie der Zitronen- oder der Milchsäure.

Der Abbau der basischen Aminosäuren Lysin und Arginin, führt aufgrund einer  Säuren bildenden Verstoffwechselung zu einem Säurenanstieg im Körper. Gleiches gilt für die schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin. Hier fällt Schwefelsäure als Abbauprodukt an.

Anhand des pH-Wertes des Harns lässt sich der Einfluss einzelner Nahrungsmittel auf den Säuren-Basen-Haushalt ermitteln. Der Konsum von Fette und Kohlenhydrate bleibt in der Regel ohne Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt.

Fotolia_5995834_XSDie Bildung von Basen wird durch eine Ernährung mit pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse, gefördert. Proteinreiche Nahrungsmittel tierischer Herkunft bewirken meist einen Säureanstieg. wie Fisch, Fleisch, Eier & Käse sind hier zu benennen. Gleiches gilt für die Genussmittel Kaffee, Alkohol und Süßigkeiten.  Auch Produkte aus Auszugsmehlen führen zu einem Säureanstieg.

Die in Deutschland überwiegend eiweißhaltig Ernährung führt daher häufig  zu einem Überschuss an Säuren. Die Puffersysteme unseres Körpers fangen diese überschüssigen Säuren im Normalfall ab und wir scheiden diese über die Nieren aus.

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Der pH-Wert

Diverse Regulations- und Kontrollmechanismen in unserem Organismus sorgen dafür, dass das inneren Körpermilieu in seiner Zusammensetzung annähernd gleich bleibt. Nur auf diese Weise können alle lebensnotwendigen Vorgänge ungehindert ablaufen. Die Zufuhr und Verstoffwechselung von Nahrungsmitteln führt zu Schwankungen, welche immer wieder ausgeglichen werden müssen.

Der Säuren-Basen-Haushalt ist einer dieser Regulationsmechanismen und sorgt für ein fast konstantes Verhältnis zwischen den Säuren und Basen in unserem Körper. Er reagiert insbesondere auf Art und Menge der zugeführten Nahrungsmittel. Als Kenngrösse des Säuren-Basen-Haushaltes dient der pH-Wert. Er gibt an,, wie basisch oder sauer eine wässrige Lösung ist.

Ein pH-Wert von 7 wird als neutral bezeichnet und weist ein Säuren-Basen-Gleichgewicht aus. Bei einem Säurenüberschuss ist der pH-Wert niedriger, bei einem Basenüberschuss höher. Unser Körper weist unterschiedliche pH-Werte auf. Im Blut ist er leicht basisch und beträgt 7,4. In den meisten Körperzellen dagegen liegt er bei 6,8 bis 7,0. Die  große Ausnahme bildet unser Magen mit einem Wert von 1 bis 2.

 

Alternative Ernährungsformen

Einigen alternative Ernährungsformen und Diäten liegt die Theorie zugrunde, dass Störungen des Säuren-Basen-Haushaltes Ursache verschiedener Erkrankungen wie Rheuma, Gicht oder Verstopfungen sind. Dieser Theorie folgen unter anderem die Wearland-Kost und die Trennkost nach Hay Auch Fit-for-Life-Diät basiert auf dieser Annahme. Bisher wurde diese Theorie jedoch naturwissenschaftlich noch nicht gestärkt. Die bei diesen Ernährungsformen empfohlenen Nahrungsmittel weisen allerdings definitiv Vorteile gegenüber der durchschnittlichen Ernährung unserer Bevölkerung auf.