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Schnitzer-Kost

Die Schnitzer-Kost wurde von dem deutschen Zahnarzt Johann Georg Schnitzer erfunden. Er vertrat die These, dass sich der Mensch mit seinen Verdauungs- und Stoffwechselfunktionen im Laufe der Evolution an seine Ursprungsnahrung angepasst hat und dass er kein Allesfresser, sondern ein Früchtefresser (Samen, Wurzelknollen, Blattschösslinge) sei. In Folge der falschen Zivilisationskost leide der Mensch an ernährungsbedingten Krankheiten, wie Bluthochdruck, Diabetes oder Karies. Zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten, Vermeidung von Übergewicht und zur Verlängerung der Lebenserwartung empfiehlt Schnitzer die Rückkehr zur natürlichen, menschlichen Ernährung.

Bei dieser Ernährungsform handelt es sich um eine streng vegetarische Rohkost aus natürlichen Lebensmitteln, die wirksame lebende Fermente enthalten sollen. Die Lebensmittel müssen naturbelassen sein, nicht erhitzt, gekocht, gegrillt, sterilisiert oder extrahiert. Denn dabei verliert das Gemüse nicht nur seine Vitamine, sondern nach Schnitzer auch seine „Lebendigkeit“. Bestünde also die Ernährung des Mensch überwiegend aus „toter“ (denaturierter) Nahrung, so würde auch ihn langsam das Leben verlassen und chronische Krankheiten die Folge. Die Produkte sollten saisonal sowie regional sein und aus kontrolliertem biologischem Anbau stammen.

 

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Empfehlung

Bei der Intensivkost wird lediglich Rohkost verzehrt. Auf alle erhitzten sowie alle tierischen Lebensmittel soll verzichtet werden, dazu gehören auch Brot, Kartoffeln, Eier und Milch.

Es sollten nur keimfähige - also lebendige - frisch gemahlene, volle Getreidekörner verwendet werden. Zwischen dem Mahlen und der Weiterverarbeitung des Vollkorngetreides sollte möglichst wenig Zeit liegen, um enzymatischen Abbau und Oxidation zu verhindern. Ein Teil des frischgemahlenen Getreides muss roh, beispielsweise als Müsli oder Frischkornbrei, verzehrt werden.

Schnitzer empfiehlt drei Mahlzeiten pro Tag. Morgens ein Müsli (Frischkornbrei) aus gemahlenem Vollkorngetreide, ein paar Spritzern Zitronensaft, saisonalem Obst und Nüssen. Selbstverständlich alles frisch zubereitet.

Mittag- und Abendessen bestehen in erster Linie aus Salat. Blattsalate und geriebene Wurzelgemüsesalate mit selbst hergestellter Salattunke aus Leinsamen- und Distelöl, ergänzt mit angekeimten Linsen, grünen Mungobohnen oder Kichererbsen. Um die Kost abwechslungsreicher zu gestalten, sollten abends andere Salatsorten verwendet werden als mittags.

Obst spielt in dieser Ernährung eine untergeordnete Rolle. Es wird nur wegen des guten Geschmacks gegessen, was laut Schnitzer zu Lasten der wichtigeren Lebensmittel gehe.

Das optimale Getränk ist ein mineralarmes und reduziertes Tafelwasser.

Da der Mensch auf Grund seines Gebisses genetisch kein Allesfresser sei, lehnt Schnitzer tierische Nahrungsmittel, wie Fleisch, Fisch, Milch und Eier, ab. Das dadurch aufgenommene überschüssige Eiweiß lagere sich im Körper ab und begünstige Krankheiten, wie Diabetes. Auch die Eiweißanreicherung in Tiernahrung wird strikt abgelehnt. Es sei ein deutlicher Zusammenhang mit dem plötzlich auftretenden Rinderwahnsinn, BSE, festzustellen.

Nicht erlaubt sind ebenfalls isolierte Zucker, Kaffee, Alkohol und andere Genussmittel. 

Bei der Normalkost ist der eingeschränkte Verzehr von gekochten oder gebackenen und teilweise tierischen Lebensmitteln erlaubt, wie gekochte Kartoffeln, Milch, Eier, Vollkornreis, Vollkornbrot und –gebäck aus frisch zubereitetem, keimfähigem Getreide..

 

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Fazit

Die von Schnitzer entwickelte Ernährungsform ist zwar ballaststoffreich, energie- und fettarm, als Dauerkost ist die Intensivkost jedoch auf Grund der sehr einseitigen Ernährung abzulehnen. Durch die fehlende Zufuhr tierischer Nahrungsmittel besteht die Gefahr einer Unterversorgung mit Eiweiß, Eisen, Kalzium, Jod und Vitamin B12, vor allem bei Menschen mit einem erhöhten Nährstoffbedarf. Die Normalkost ist bei abwechslungsreicher Kombination der Lebensmittel bedingt als Dauerkost geeignet.

Prävention und Heilung von Krankheiten durch die Schnitzer-Kost sind wissenschaftlich nicht nachgewiesen. 

 

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