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Vitamin A

Das Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin. Dies bedeutet, dass es vom Körper nur optimal verwertet werden kann, wenn es gemeinsam mit Fett eingenommen wird. Da dieses Vitamin in tierischen Produkten vorkommt, ist eine zusätzliche Fettzugabe nicht erforderlich. Anders verhält es sich beim Provitamin A (β- Carotin, Betacarotin), welches ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln zu finden ist. Hier sollte etwas Öl oder Fett zum Nahrungsmittel gegeben werden.

Es gibt mehrere Formen des Vitamin A, das Retinol, Retinal sowie Vitamin-A-Aldehyd. Retinsäure und Vitamin-A-Ester entstehen durch Oxidation von Retinal.  β- Carotin ist die Vorstufe von Retinol und wird deshalb auch als Provitamin A bezeichnet.

 

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Vorkommen

Vitamin A ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln zu finden. Da überschüssiges Vitamin A in der Leber gespeichert wird, ist dieses Organ besonders angereichert. Deshalb ist die Leber, vor allem die von Rind,  Kalb und Schwein, besonders Vitamin-A-haltig. Vom häufigen Verzehr ist eher abzuraten. Bei einigen in der Arktis lebenden Tieren, beispielsweise Eisbären und einigen Robbenarten, ist der Vitamin-A-Gehalt in der Leber so hoch, dass sie sogar toxisch wirken.

Des Weiteren kommt Vitamin A in Fleisch, Milch, Butter, Lebertran, Ei oder Fisch, besonders Aal,  vor. β- Carotin  ist vor allem in tiefgelben bis orangen Früchten, wie Karotte, Kürbis, Aprikose, Süßkartoffel, aber auch in Spinat oder Grünkohl enthalten.

 

Empfehlung

Die täglich empfohlene Tagesdosis liegt im Durchschnitt für Männer bei 1 mg und für Frauen bei 0,8 mg. Der tatsächliche Bedarf ist jedoch nicht nur vom Geschlecht sondern auch vom Alter und den Lebensumständen abhängig.

Vitamin A und das Provitamin A sind besonders sauerstoff- und lichtempfindlich. Aus diesem Grunde sollten die Lebensmittel möglichst frisch verzehrt oder verpackt bzw. ungeschält und dunkel gelagert werden. Sie können bis zu einem Drittel ihres Vitamingehaltes verlieren, wenn sie Licht und Luft zu stark ausgesetzt sind.  Auch durch Kochen gehen wertvolle Vitamine verloren, aus diesem Grunde auf eine schonende Zubereitung achten.

 

Mangel/ Überschuss

Ein Vitamin-A-Mangel ist hierzulande eher unüblich. Er kann jedoch unter Umständen bei Menschen mit erhöhtem Bedarf wie Schwangeren, Stillenden oder Leistungssportlern sowie strengen Veganern auftreten. Anzeichen hierfür können trockene Haut, Haare, Augen und Schleimhäute sein. Da Vitamin A für das Sehen in der Dämmerung erforderlich ist, kann ein Mangel zu geringerer Sehschärfe, verschwommenem Sehen in der Dämmerung bis hin zur Nachtblindheit führen. Der Körper wird anfälliger für Infekte und auch das Krebsrisiko an Organen mit Schleimhäuten kann steigen. Die Hormonherstellung kann gestört werden und es somit zu Fruchtbarkeitsstörungen kommen. Im Kindesalter kann ein Mangel an Vitamin A zu Wachstumsstörungen führen, da Vitamin A am Knochenwachstum beteiligt ist.

Der Körper speichert Vitamin A in der Leber, deshalb kann es bei einem Überschuss zu Vergiftungserscheinungen kommen. Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen können Anzeichen hierfür sein. Wird über längere Zeit überschüssiges Vitamin A zugeführt, kann es zu Leberschäden, Schilddrüsenstörungen und Abnahme der Knochengewebsdichte kommen. 

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Funktion

Das Vitamin A ist als Bestandteil der Stäbchenzellen in der Augennetzhaut für das Sehen in der Dämmerung unentbehrlich. Es ist an der Zellteilung und am Gewebewachstum beteiligt und trägt zur Gesunderhaltung von Haut und Zähnen bei. Vitamin A ist für Aufbau und Funktion von gesunden Schleimhäuten erforderlich und trägt damit auch entscheidend zur Abwehr von Krankheitserregern bei. 

Vitamin A ist außerdem an der Herstellung bestimmter Hormone beteiligt, beispielsweise der Geschlechtshormone, die für die Spermien- und Eizellreife verantwortlich sind.

Das Provitamin A ist in der Lage freie Radikale, die für die Krebsentstehung mitverantwortlich sind, zu bekämpfen.