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Vitamin B1

Das Vitamin B1, auch Thiamin bezeichnet, gehört zur Gruppe der wasserlöslichen B-Vitamine. Diese Vitamine können wegen ihrer Wasserlöslichkeit relativ einfach über den Darm aufgenommen, jedoch leider nicht gespeichert werden. Aus diesem Grund sollten sie täglich in ausreichender Menge mit der Ernährung zugeführt werden.

 

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Vorkommen

Vitamin B1 ist in pflanzlichen wie auch tierischen Lebensmitteln enthalten. Vollkornprodukte zählen zu den wichtigsten Vitamin-B1-Lieferanten. Denn der Keimlinge und die Aleuronschicht von Körnern sind besonders vitaminreich.

Aber auch unpolierter Reis, Kartoffeln, Wirsing, Hülsenfrüchte, Hefeprodukte, Milch und Milchprodukte, Schweinefleisch sowie einige Fischarten, wie Thunfisch oder Scholle, liefern viel Vitamin B1.

Aus pflanzlichen Lebensmitteln aufgenommene B1-Vitamine können gleich verwertet werden, wohingegen die Vitamine tierischen Ursprungs erst durch Enzyme aufgespalten werden müssen.

 

Empfehlung

Die tägliche Zufuhr sollte für Männer je nach Alter 1 – 1,3 mg betragen, für Frauen 1 mg. Schwangere (1,2 mg) und Stillende (1,4 mg) haben einen erhöhten Bedarf. Auch bei langfristiger, hoher körperlicher Belastung, wie bei Leistungssportlern, oder bei der Langzeit-Einnahme von Östrogenpräparaten, wie der Antibabypille, sollte mehr Vitamin B1 zugeführt werden.

Problematisch ist die Vitamin-B1-Versorgung bei Alkoholikern. Denn dieses Vitamin wird nicht nur für den Kohlenhydratstoffwechsel benötigt, sondern auch für den Alkoholabbau. Hinzu kommt dass Alkoholiker in der Regel auf Grund zu geringer Nahrungszufuhr auch zu wenig Vitamin B1 aufnehmen und der Alkohol zusätzlich noch die Aufnahme des Vitamins durch den Darm behindert.

Bei der Lagerung und Zubereitung kann ein Teil des Vitamingehaltes verloren gehen. Insbesondere die Hitzeeinwirkung beim Kochen sorgt dafür, dass der Vitamingehalt um 30 - 40% verringert wird. Man sollte hier auf schonende Zubereitung und Garmethoden achten. Durch die Wasserlöslichkeit geht ein Teil der Vitamine ins Kochwasser über. Da Vitamin B1 auch lichtempfindlich ist, sollte es möglichst dunkel gelagert bzw. rasch verzehrt werden.

 

Mangel/ Überschuss

Wegen der mangelnden Speicherfähigkeit des Vitamins sind die Reserven innerhalb kürzester Zeit verbraucht, sofern der Körper nicht ausreichend versorgt wird. Das Vitamin sollte täglich mit der Nahrung aufgenommen werden.

Bei Personen mit erhöhtem Bedarf, wie Schwangere, Stillende, Leistungssportler  oder Alkoholiker, kann es leichter zu Mangelerscheinungen  kommen. Anzeichen hierfür können Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen sein. Das Nervensystem, der Kohlenhydratstoffwechsel sowie die Energieproduktion werden gestört. Es kann zu Nervenschmerzen und Muskelschwund kommen. Ein akuter Mangel kann zu Blutarmut oder Beriberi, vor allem in Ländern der Dritten Welt bekannt, führen.

Vitamin B1 wird vom Körper nur in sehr geringen Mengen gespeichert. Überschüsse werden mit dem Urin ausgeschieden. Mit der Nahrung ist eine zu hohe Zufuhr des Vitamins B1 nicht möglich, jedoch bei Einnahme zu hoch dosierter Vitaminpräparate über längere Zeit. Vereinzelt kann es dadurch zu Reizbarkeit, Rötung der Haut oder Beschleunigung des Herzschlages kommen. 

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Funktion

Vitamin B1 spielt als Koenzym im Kohlenhydratstoffwechsel eine wichtige Rolle. Denn es ist Bestandteil eines Enzyms, welches die zur Energiegewinnung benötigte Glukose abbaut. Der Körper ist auf eine ausreichende Zufuhr angewiesen, denn insbesondere Nerven und Muskeln benötigen Glukose für die Aufrechterhaltung ihrer Funktionen. Das Vitamin B1 beeinflusst maßgeblich die Erregungsübertragung.

Das Enzym ist außerdem an der Umwandlung von Kohlenhydraten in Fett beteiligt. Dieses Fett wird als Energiereserve gespeichert.