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Vitamin B2

Das Vitamin B2, auch als Riboflavin bezeichnet,  gehört zur Gruppe der wasserlöslichen B-Vitamine. Diese Vitamine können wegen ihrer Wasserlöslichkeit relativ einfach über den Darm aufgenommen, jedoch nicht über längere Zeit gespeichert werden. Aus diesem Grund sollten sie in ausreichender Menge täglich mit der Nahrung zugeführt werden.

Frühere Bezeichnungen waren auch Vitamin G oder Laktoflavin. Im Volksmund wird es häufig als Wachstumsvitamin bezeichnet, da es an der Steuerung vieler Wachstumsprozesse beteiligt ist.  Wegen der gelben Farbe wird das Vitamin in der Lebensmitteltechnik häufig als Farbstoff verwendet.

 

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Vorkommen

Vitamin B2 kommt in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Es ist vor allem in Milch und Milchprodukten, Fleisch, Leber, Fisch, Vollkorn- und Hefeprodukten, Eiern und Gemüse, vor allem grünem Blattgemüse, zu finden.

Der menschliche Körper kann das Vitamin aus tierischen Quellen besser aufnehmen als aus pflanzlichen.

 

Empfehlung

Die empfohlene tägliche Vitamin-B2-Zufuhr liegt für Männer je nach Alter bei 1,2 – 1,5 mg und für Frauen bei 1,2 mg. Der Bedarf ist jedoch auch vom Alter Gewicht und den Lebensumständen abhängig. So besteht in der Schwangerschaft und Stillzeit ein geringer Mehrbedarf. Aber auch Menschen mit hohen Stressbelastungen, Diabetes oder anderen Stoffwechselerkrankungen müssen u.U. auf eine entsprechend höhere Tagesdosis achten.

Das Vitamin ist relativ stabil gegen Sauerstoff und Hitze. So bleibt der Vitamingehalt beim Kochen weitestgehend erhalten. Dafür ist das Vitamin jedoch sehr lichtempfindlich. Vitamin-B2-haltige Lebensmittel sollten möglichst dunkel gelagert werden. Dies gilt beispielsweise auch für Milchflaschen.

 

Mangel/ Überschuss

Hierzulande kann der tägliche Bedarf mit einer ausgewogenen Mischkost gedeckt werden. Wird die ausreichende Menge Vitamin B2 nicht regelmäßig zur Verfügung gestellt, sind die Reserven schnell aufgebraucht. Durch eine Harnuntersuchung lässt sich ein Mangel leicht feststellen. Besonders gefährdet sind Veganer, Leistungssportler sowie Raucher, Alkoholiker und Drogensüchtige. Aber auch Menschen, die sich häufig unzureichend ernähren,  wie Senioren oder Personen, die regelmäßig  Diäten zur Gewichtsreduktion durchführen, haben ein erhöhtes Mangelrisiko.

Anzeichen für eine Unterversorgung können gerissene Mundwinkel, Entzündung der Mundschleimhäute, Lichtempfindlichkeit, Juckreiz, entzündliche Hautveränderungen oder Konzentrationsstörungen sein. Bei Kindern kann das Körperwachstum gehemmt werden. Ein schwerer Vitamin-B2-Mangel kann außerdem den Stoffwechsel von Niacin, Folsäure, Vitamin B6 und K negativ beeinflussen und somit einen Mangel dieser Vitamine nach sich ziehen. Schwere Mangelerscheinungen sind in den westlichen Industrieländern jedoch sehr selten zu finden.

Überschüssiges Vitamin B2 wird nicht gespeichert, sondern über den Urin ausgeschieden. Eine Überdosierung durch Lebensmittel ist nicht möglich. Auch die zu hohe Gabe von Vitaminpräparaten soll bisher keinerlei Nebenwirkungen hervorgerufen haben.

Vorsichtig sollten jedoch Personen mit Nierenschäden sein. Denn hier kann es passieren, dass nicht genügend überschüssiges Vitamin B2 mit dem Urin ausgeschieden werden kann.

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Funktion

Vitamin B2 spielt für den Stoffwechsel eine zentrale Rolle. Die aus dem Vitamin B2 umgewandelten Koenzyme werden von den Körperzellen für die Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißgewinnung benötigt. Somit ist es am gesunden Wachstum von Haut, Haaren und Nägeln, an der Blutbildung und Sehschärfe sowie am Wachstum und an der Entwicklung des Embryos beteiligt

Vitamin B2 spielt für die Erhaltung der Myelinschicht, eine wichtige Rolle. Diese Schicht schützt die empfindlichen Nervenbahnen.

Von Neurologen wird Vitamin B2 häufig zur Prophylaxe gegen Migräne empfohlen.