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Vitamin B7 / Biotin

Das Vitamin B7 ist häufig unter dem Namen Biotin zu finden. Früher wurde es oft als Vitamin H bezeichnet, da ein Mangel sich besonders auf die Gesundheit von Haut und Haaren auswirkt. Es gehört zu der Gruppe der B-Vitamine und ist ebenfalls wasserlöslich.

In pflanzlichen Lebensmitteln ist Vitamin B7 in freier, ungebundener Form vorhanden und kann dadurch besser verwertet werden. Wohingegen das Vitamin in tierischen Produkten proteingebunden und somit schlechter verwertbar ist.

 

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Vorkommen

In geringen Mengen kommt Vitamin B7 in sehr vielen tierischen und auch pflanzlichen Lebensmitteln vor. Leber, besonders vom Rind, Niere, Hefe, Nüsse, Eigelb, Lachs, Sardinen, Linsen, Blumenkohl, Milch, Haferflocken und Champignons sind besonders reich an Vitamin B7.

In sehr geringen Mengen wird dieses Vitamin auch im Darm des Menschen hergestellt. Dies trägt jedoch kaum zur Deckung des täglichen Bedarfs bei.

 

Empfehlung

Die empfohlene tägliche Zufuhr liegt bei 30 – 60 µg für Erwachsene. Eine Bedarfsdeckung ist mit einer ausgewogenen Ernährung ohne Weiteres möglich.

Auf Grund der Wasserlöslichkeit sollte das Gemüse nur kurz abgewaschen und nicht zu lange gewässert werden. Kochwasser nach Möglichkeit weiterverwenden, da hierin wertvolle Vitamine enthalten sind.

Gegenüber Hitze ist Vitamin B7 relativ unempfindlich, deshalb ist beim Garen nicht mit allzu großen Vitaminverlusten zu rechnen. Aufpassen muss man jedoch bei der Kombination von Hitze und Säure.

Beim Konservieren gehen viele wertvolle Vitamine verloren. Aus diesem Grunde sollte die Lebensmittel möglichst frisch verzehrt werden.

 

Mangel/ Überschuss

Da dieses Vitamin in sehr vielen Lebensmitteln vorhanden ist, tritt ein reiner Vitamin-B7-Mangel sehr selten auf.

Beim übermäßigen Verzehr von rohen Eiern ist Vorsicht geboten, denn das in rohem Eiklar enthaltene Eiweiß Avidin kann das gesamte mit der Nahrung aufgenommene sowie das von der Darmflora hergestellte Vitamin B7 vollständig binden, so dass es vom Körper nicht mehr verwertet werden kann. Ein Mangel tritt jedoch nur ein, wenn mehrere rohe Eier täglich über einen längeren Zeitraum verzehrt werden. Durch Erhitzen wird dieses Eiweiß zerstört und kann das Vitamin nicht mehr binden.

Da Nikotin und Alkohol den Vitaminverbrauch im Körper erhöhen, haben Raucher und Alkoholiker einen erhöhten Bedarf.

Muttermilch enthält nicht viel Vitamin B7, deshalb sind Säuglinge etwas anfälliger für einen Mangel. Allerdings benötigen sie in den ersten Monaten auch gerade mal 5 - 10 µg. Anzeichen für einen Mangel können bei Säuglingen Erbrechen, Muskelkrämpfe und Apathie sein. Bei größeren Kindern kann es zu Wachstumsverzögerungen kommen.

Ein Mangel kann sich entscheidend auf den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel auswirken.

Leider treten Mangelerscheinungen, wie Übelkeit, Muskelschmerzen, fahle Hautfarbe, Haarausfall, brüchige Nägel sowie Infektionsanfälligkeit, häufig erst Monate nach Beginn des Mangels auf. Eine frühe Diagnose ist durch Untersuchung von Urin oder Blutplasma möglich.

Überschüssiges Vitamin B7 wird über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Nebenwirkungen durch einen Überschuss an Vitamin B7 sind bisher, selbst bei Einnahme hochdosierter Nahrungsergänzungen, nicht bekannt.

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Funktion

Vitamin B7 ist sehr wichtig für das Zellwachstum. Es spielt bei der Bildung von Blutzellen, Hautgewebe und männlichen Sexualhormonen eine wichtige Rolle.

Als Koenzym unterstützt es das Nervensystem und ist entscheidend am Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen beteiligt.

Vitamin B7 wirkt sich positiv auf die Gesundheit und Qualität von Haut, Haaren und Nägeln aus.

Teilweise wird hochdosiertes Vitamin B7 bei bestimmten Hauterkrankungen im Säuglings- und Kleinkindalter eingesetzt.