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Waerland-Kost

Die Waerland-Kost wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem schwedischen Ernährungswissenschaftler Are Waerland entwickelt. Es handelt sich um eine lakto-vegetarische Ernährung, bei der die Pflanzenkost vorzugsweise roh verzehrt wird. Diese Rohkost wird durch einen von Waerland erfundenen Getreidebei, Kruska genannt, ergänzt.

Waerland vertrat die These, dass die meisten Krankheiten durch nicht artgemäße Lebensgewohnheiten, insbesondere falsche Ernährung, hervorgerufen werden. Vor allem der Verzehr von Fleisch, Fisch und Eiern führe zur Übersäuerung des menschlichen Organismus und damit zur Entstehung von Krebs. Außerdem fördere er Fäulnisbakterien im Dickdarm. Durch rohe Pflanzenkost fördert man hingegen die Gärungsbakterienflora, welche der Gesundheit zuträglich sei und zu einer optimalen Verdauung führen. Auch gesäuerte Milchprodukte, wie Kefir oder Buttermilch fördern diese Bakterienbildung.

Waerland berücksichtigt auch den biologischen Lebensrhythmus und unterteilt in drei Phasen. Die günstigste Zeit zur Nahrungsaufnahme sei zwischen 12.00 und 20.00 Uhr (Aufnahmezeit), der schließt sich von 20.00 – 4.00 Uhr die Speicherungs- und Erneuerungszeit an, gefolgt von der Ausscheidungszeit zwischen 4.00 und 12.00 Uhr.

 

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Fazit

Bei ausgewogener und sorgfältiger Zusammenstellung der Nahrungsmittel kann ein gesunder Erwachsener durchaus bei dieser Ernährung ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Die Wearland-Kost ist durch den hohen Anteil an Rohkost und Vollkorn reich an Ballaststoffen, Vitaminen und  Spurenelementen und arm an Kalorien und Fett.

Auf Grund der geringen Zufuhr tierischer Nahrungsmittel ist jedoch möglicherweise mit einer unzureichenden Zufuhr von Eisen, Jod und Kalzium zu rechnen. Besonders für Menschen mit einem erhöhten Nährstoffbedarf, wie Schwangere, Stillende oder Kinder, aber auch Sportler, ist diese Kostform nicht geeignet.

Die Ernährung ist jedoch recht einseitig und könnte schnell eintönig werden. Des Weiteren kommt dazu, dass Rohkost schwerer verdaulich ist als gekochtes Gemüse.

Waerlands Thesen über die Vorbeugung und Heilung von Krankheiten durch diese Ernährungsform sowie die Grundsätze über die Körperfunktionen sind aus wissenschaftlicher Sicht nicht nachvollziehbar. 

 

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Empfehlung

Morgens wird etwa ½ Liter Sud auf Basis von  Gemüsebrühe oder Kartoffelwasser getrunken, der am Abend davor mit Weizenkleie und Leinsamen angesetzt wurden. Das Frühstück besteht aus Dickmilch und Obst. Zum Mittag werden Rohkost, Pellkartoffeln - ohne Salz, jedoch mit Schale - und Kräuterquark empfohlen. Die Rohkost soll eine Stunde lang gründlich gekaut und eingespeichelt werden. Abends gibt es Kruska. Dies ist ein Vollkornbrei mit Weizenkleie und Rosinen, der mit frischer Milch, Kompott oder Vollkornbrot verzehrt wird. Butter und Käse sind ebenfalls erlaubt.

Die tägliche Trinkmenge sollte mindestens 3 Liter betragen. Milch und Milchprodukte dürfen verzehrt werden.

Tierisches Eiweiß aus Fleisch, Fisch und Eiern soll möglichst gemieden werden. Ebenso Genussmittel, wie Kaffee oder Alkohol. Kochsalz, Zucker und scharfe Gewürze werden abgelehnt.

 

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